5. Spieltag

Ice Devils unterliegen in Darmstadt mit 1:4-
glücklicheres Schlussdrittel für die Darmstadt Dukes

Ohne Punkte traten die Ice Devils Bad Nauheim am heutigen Sonntag den Rückweg vom Auswärtsspiel bei den Darmstadt Dukes an, denen man sich am Ende mit 1:4 (0:0; 1:0; 0:4) geschlagen geben musste.

Es war eines dieser komischen Eishockeyspiele: die Darmstädter legten mit Schwung los, ließen die Ice Devils zunächst nicht richtig ins Spiel kommen und kombinierten sich ansehnlich zu Torchancen über Torchancen, während die Nauheimer dem Ganzen erstmal recht konsterniert gegenüberstanden. Gordon Eberhard im Tor der Ice Devils nahm es sportlich, ließ sich von den Dukes ordentlich warmschießen und trieb die Südhessen dann mehr und mehr zur Verzweiflung. Die fand ihren Höhenpunkt in der letzten Spielminute des ersten Drittels, als sich die Darmstädter quasi vor dem Ice-Devils-Gehäuse festbissen und geschätzte zehn Großchancen nicht an Hexer Eberhard vorbeibekamen. Die Drittelsirene war nicht nur für ihn eine Erlösung, auch dem Rest der Mannschaft kam die Gelegenheit zur Neuausrichtung ziemlich gelegen.

Im zweiten Drittel wendete sich das Blatt, jedenfalls zeitweise. Das alte Motto „machst Du keins, kriegst Du eins“ griff mal wieder ins Spielgeschehen ein. Andy Chuc fing in der 21. Spielminute einen Aufbaupass der Darmstädter ab, lief allein auf den Goalie zu, blieb gelassen und schob den Puck zum Führungstreffer ins Tor. Die Ice Devils fanden gegen überraschte Südhessen besser in ihr Spiel und erarbeiteten sich einige gute Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Was passiert wäre, wenn eine dieser Gelegenheiten genutzt worden wäre, bleibt unbekannt, die Darmstädter erholten sich allmählich vom Gegentreffer und brachten Gordon Eberhard wieder ordentlich ins Schwitzen. Die Verzweiflung der Darmstädter hingegen wurde spürbar größer, da Gordon „on fire“ war und konsequent den Einschlag hinter sich verhinderte.

In der zweiten Drittelpause herrschte schnell Einigkeit, dass man in diesem komischen Spiel am Ende zwar durchaus mit ein wenig Glück und Eberhard das Eis als Sieger verlassen könnte, ein paar Tore zur Sicherheit nachzulegen erschien aber klüger. Soweit die Zielsetzung, es wurde nämlich nichts daraus. Stattdessen brachen die Darmstädter in Person von Tim Nissen den Bann, und nun lag die Überraschung bei den Ice Devils, die völlig von der Rolle schienen und die Gastgeber förmlich zum Toreschießen einluden. Die Gegentore zwei, drei und vier folgten alsbald, nur unterbrochen von weiteren Großchancen, die an Gordon Eberhard verpufften. Eine kleine Schlussoffensive der Kurstädter, als zwei Darmstädter die Strafbank wärmten und für Platz auf dem Eis sorgten, verpuffte ebenfalls, so dass es am Ende mit 1:4 aus Nauheimer Sicht in die Kabinen ging.

Kurz über das Spiel nachgedacht, wurde hier schnell klar, dass heute das bessere, weil kombinations- und spielsicherere Team gewonnen hat. Sich nur auf das Glück und einen bärenstarken Torwart zu verlassen, war am Ende doch zu wenig, um die Auswärtsfahrt erfolgreich zu gestalten. Besserung muss her, am besten bereits beim nächsten Spiel, das am Sonntag, den 27. November 2016, um 17.30 Uhr im Colonel-Knight-Stadion stattfindet, wenn die Ice Devils die Reserve der EG Diez/Limburg empfangen.

Tore:
1:0 (20:59) Chuc
1:1 (43:53) Nissen, T. (Sartorius) UZ
1:2 (47:44) Hochstrate
1:3 (55:50) Sagula (Günling, Iordanidis)
1:4 (56:16) Stix (Sartorius, Frank)

Strafen:
Bad Nauheim 10 Minuten, Darmstadt 6 Minuten

Aufstellung Ice Devils Bad Nauheim:
Eberhard, Ziegler; Fend, Bärenz, Hinkfuß, Steinberg, Runkel; Chuc, Scheidt, Grünewald, Kunzler, Gübler, Campbell, Kühn, Roth, Klausnitzer

Bericht von Tim Kunzler